Achtung Betrug – Seien Sie wachsam! - Thema der Woche


Besonders Menschen ab 50 Jahren haben große Sorge, dass sie im Internet auf Falschinformationen stoßen. Nur 22 Prozent in dieser Altersgruppe fühlen sich vor „Fake News“ sicher. Das hat eine Market-Umfrage im Auftrag des STANDARD ergeben.
Das schlechte Gefühl der Älteren ist berechtigt. Betrügerische SMS und E-Mails nehmen spürbar zu, und durch den Einsatz moderner Technologien wie Künstliche Intelligenz wird es immer schwieriger zu erkennen, was echt ist - und was nicht. Aktuell sind wieder viele Fake-SMS, Fake-WhatsApp-Nachrichten und Fake-E-Mails im Umlauf.
Täuschend echte Absender und falsche Versprechen
Sie wirken, als kämen sie etwa von Magenta, von der ÖGK, von FinanzOnline oder von ID Austria. Da steht zum Beispiel: „Gratulation! Sie haben gewonnen. Geben Sie Ihre Bankdaten für das Porto ein.“ Oder: „Ihr Paket war nicht zustellbar, Rückerstattung offen. Konto gesperrt. Dringend handeln.“ Die Betrüger wollen, persönliche Daten, Bank- oder Kreditkartenpasswörter.
Früher ließen sich viele Betrugsversuche relativ leicht entlarven. Rechtschreibfehler, ungewöhnliche Absenderadressen oder schlecht formulierte Texte waren deutliche Warnzeichen. Heute verfassen Programme mithilfe von KI täuschend Echtes: höflich, professionell und sprachlich korrekt. Manche Nachrichten wirken so persönlich, als stammten sie tatsächlich von der eigenen Bank, einem Paketdienst oder gar von Familienangehörigen.
Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind
Bevorzugte Betrugsopfer sind ältere Menschen. Viele von ihnen haben zwar gelernt, vorsichtig zu sein, fühlen sich aber zunehmend überfordert von der Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung. Wenn eine SMS kommt, die angeblich von der Bank stammt und vor einer Kontosperrung warnt, entsteht Druck und Angst. Betrüger nutzen dieses Gefühl aus. Sie setzen auf Dringlichkeit, Drohungen oder emotionale Geschichten, um Menschen zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.
Hinzu kommt das Problem von „Fake News“. Auch hier spielt KI eine große Rolle. Texte, Bilder und Stimmen können so realistisch erzeugt werden, dass sie kaum noch von echten Inhalten zu unterscheiden sind. Das erschüttert das Vertrauen in digitale Kommunikation insgesamt. Viele ältere Menschen fragen sich: Wem kann man noch glauben?
Diese Entwicklung führt nicht nur zu finanziellen Schäden, Stress und Scham, sondern auch zu einem Gefühl der Hilflosigkeit. Manche ziehen sich aus Unsicherheit aus der digitalen Welt zurück – aus Angst, etwas falsch zu machen oder Opfer eines Betrugs zu werden.
Aufklärung und Unterstützung sind entscheidend
Umso notwendiger sind Aufklärung, Geduld und Unterstützung. Angehörige, Banken und Verbraucherzentralen sollten verständlich erklären, wie typische Betrugsmaschen funktionieren und worauf man achten muss. Gleichzeitig sind klare Sicherheitsmechanismen und leicht zugängliche Hilfsangebote nötig. Nur wenn Menschen sich sicher fühlen, können sie die Vorteile der digitalen Welt selbstbewusst nutzen.
Ganz wichtig: Keine Behörde und kein seriöses Unternehmen fordert Sie per SMS oder WhatsApp auf, persönliche Daten einzugeben. Klicken Sie niemals auf solche Links! Fragen Sie im Zweifel beim Unternehmen nach.
Vorsicht schützt!
Ihre Ingrid Korosec




