Gut durch den Sommer: So schützen sich Seniorinnen und Senioren vor Hitze in der Stadt - Thema der Woche
Heiße Sommertage werden immer häufiger. Bereits Ende Mai gab es in Wien die erste „Tropennacht“, also eine Nacht mit über 20 Grad. Besonders in Städten staut sich die Wärme zwischen Häusern und Asphalt oft bis spät in die Nacht. Für ältere Menschen kann große Hitze schnell zur Belastung werden. Der Körper reagiert langsamer auf hohe Temperaturen, das Durstgefühl nimmt oft ab und Kreislaufprobleme treten leichter auf. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken.
Warum Hitze in der Stadt besonders belastend ist
In dicht bebauten Stadtgebieten speichern Beton, Asphalt und Gebäude die Wärme. In vielen Gasse und Straßen gibt es keine Begrünung. Dazu kommt wenig Luftbewegung. Dadurch kühlen Wohnungen nachts nicht aus. Vor allem Dachwohnungen oder Räume mit direkter Sonneneinstrahlung können sich stark aufheizen.
Tipps für heiße Tage
Ausreichend trinken
Auch ohne Durstgefühl sollte regelmäßig getrunken werden – am besten Wasser oder ungesüßter Tee. Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich.
Wohnung kühl halten
Fenster am frühen Morgen oder spät abends öffnen, tagsüber geschlossen halten. Vorhänge, Rollos oder Jalousien helfen, direkte Sonne abzuhalten.
Anstrengung vermeiden
Erledigungen und Spaziergänge möglichst in die kühleren Morgenstunden legen. Mittags sollte körperliche Anstrengung vermieden werden.
Leichte Kleidung tragen
Helle, luftige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen unterstützt die Kühlung des Körpers. Ein Hut oder eine Kappe schützt zusätzlich vor direkter Sonne.
Körper abkühlen
Kühle Fußbäder, feuchte Tücher im Nacken oder lauwarme Duschen helfen, die Körpertemperatur zu senken.
Auf Warnzeichen achten
Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder starke Erschöpfung können Anzeichen einer Überhitzung sein. Dann sollte rasch ein kühler Ort aufgesucht und gegebenenfalls medizinische Hilfe geholt werden.
Gemeinsam aufeinander achten
Besonders wichtig ist gegenseitige Unterstützung: Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder Freunde sollten gerade während Hitzewellen regelmäßig nach älteren Menschen sehen. Ein Anruf oder ein Besuch kann viel bewirken.
Mit Aufmerksamkeit, ausreichend Flüssigkeit und Anpassung im Alltag lassen sich heiße Tage besser bewältigen – auch mitten in der Stadt. Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz!
Ihre Ingrid Korosec
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